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Promo – Lita Ford Homepage Agent: Michael Schuh

Die Karriere der amerikanischen Sängerin/Gitarristin Lita Ford, die gleich zweimal für den Grammy nominiert war, erst kürzlich den renommierten ´Guitar Player`s Lifetime Achievement Award` verliehen bekam und eine der jüngsten lebenden Legenden des Rock´n`Roll ist, feiert ihr 40jähriges Jubiläum. Als Solokünstlerin veröffentlicht Ford regelmäßig international vielbeachtete Alben, davor war sie gemeinsam mit Joan Jett führendes Mitglied der Runaways, eine der ersten Hard´n`Heavy-Girlgroups, die wie aus heiterem Himmel in die männliche Domäne harter Rockmusik einbrach und dort für Furore sorgte. Seit dem Ende der Runaways im Jahr 1979 widmet sich Lita Ford ihrer Solokarriere und öffnet jetzt ihre Schatzkammer mit Songs, die bis zum heutigen Tag noch niemand gehört hat. Ihr aktuelles Album Time Capsule (VÖ: 15. April 2016 über Steamhammer/SPV) liefert eine Rückschau in die Zeit, als charismatische Sänger(innen) und brillante Instrumentalisten ohne konkretes Ziel oder geschäftlichen Druck gemeinsam jammten. Einige Lichtgestalten der Scheibe: Billy Sheehan (Bass), Rodger Carter (Schlagzeug), Dave Navarro (Mandoline), Jeff Scott Soto (Gesang), Rick Nielsen und Robin Zander (Chorgesang) und Gene Simmons (Bass).

Das Album, das nur wenige Wochen nach ihrer Autobiographie ´Living Like a Runaway, A Memoir` erscheint, ist die im Titel erwähnte Zeitkapsel, mit Stücken aus der überaus produktiven und Whisky-getränkten Prä-Grunge-Periode, an die sich auch heute noch viele Rockfans sehnsüchtig erinnern. Time Capsule ist Fords Geschenk an all diejenigen, deren Herz an den Achtzigern hängt, als packende Gesangsperformances, lärmende Riffs und knurrende Gitarren genauso wichtig waren wie die Luft zum Atmen. Auf diesen „vergessenen” Aufnahmen wird man Zeuge, wie unglaublich talentierte Musiker gemeinsam abhängen, sich betrinken und letztlich in einem Raum landen, mit der Einstellung: „Scheiß drauf, lasst uns einfach spielen!“ Ohne die leidigen Clicktracks oder übertriebenen Erwartungen von Plattenfirmen, die den Musikern permanent im Nacken saßen und auf die nächste Single oder den ultimativen Hook hofften.
„Im Badezimmer meines ehemaligen Inseldomizils lagerten Unmengen analoger 24- Spur-Bänder“, erklärt Lita. „Man findet darauf einige der besten Stücke, die ich jemals aufgenommen habe. Ich packte alles in zwei Koffer und brachte es zurück nach Amerika.“ Man muss sich das bildlich vorstellen: Lita Ford mit zwei prallgefüllten Koffern auf dem Weg aus der malerischen Karibik zurück nach Los Angeles, um die analogen Bänder aufzubacken. „Wenn man sie einfach in eine Bandmaschine eingespannt hätte, wären sie vermutlich zerbröselt. Ich kaute nervös an meinen Fingernägeln und hoffte, dass nichts schiefgeht. Zum Glück hat es funktioniert!“

Time Capsule entstand auf ganz natürliche Weise, mit einigen der krassesten und talentiertesten Musiker der Achtziger. Anstatt einzelne Parts via Email zirkulieren zu lassen fand alles in Echtzeit und mit allerlei Hochprozentigem in der Hand statt. Lita kann sich nur vage daran erinnern, wie das Material tatsächlich zustande kam. „Wir alle hatten Pause bei Aufnahmesessions und nutzten die Gelegenheit, dass so viele von uns zur gleichen Zeit am gleichen Ort waren. George Tutko war als Toningenieur ein wahrer Teufelskerl, er hatte zuvor an meinem Platinalbum Lita mitgearbeitet. George fragte: ´Wer soll es eigentlich produzieren?` Meine Antwort lautete: ´Ich selbst.` Ich wusste, dass George mir helfen würde, sodass ich es nicht allein machen muss.“

Die diversen Gastbeiträge kamen mehr oder minder zufällig zustande. Lita erinnert sich, dass plötzlich einer der Beteiligten rief: ´Draußen läuft Dave Navarro vorbei. Wir fangen ihn ab und bitten ihn, etwas zu diesem Song zu spielen. Wir drücken ihm einfach die Mandoline in die Hand.` Ford: „Und boom! Er machte es tatsächlich!” Sie fügt hinzu: „Diese Aufnahmen haben Charakter. All diese Rockstars nahmen gerade in der näheren Umgebung auf. Deswegen sind auch die einzigartigen Background- Stimmen von Cheap Tricks Rick Nielsen und Robin Zander auf Time Capsule zu hören. Ebenso wie Gene Simmons, der mit mir ´Rotten To The Core` komponiert und Bass gespielt hat. Billy Sheehan gehörte zu meinen engsten Freunden. Ich fragte ihn, was er gerade macht und bat ihn: ´Spielst du Bass für mich?` Wir wussten nicht wie lange es dauern würde, wir hatten einfach nur riesigen Spaß.“