6 Köpfe, ebenso viele Mikrophone, jeweils ein Paar dazugehöriger Stimmbänder – das war`s dann schon, fast.

Denn gäbe es da nicht noch ein bisschen mehr, wäre es nicht die Erfolgsgeschichte um das vocal groove project Bauchklang, dessen zweiter Longplayer „Many People“ nun nach einiger Wartezeit verfügbar ist. Im Anschluß an ihr Debut „Jamzero“ lieferten Bauchklang bis 2003 an die 160 Live Gigs ab. Sehr gut besucht und eindrucksvoll noch dazu, wird man doch bei ihren Konzerten, darauf lassen zahlreiche dokumentierte Aussagen schließen, Zeuge eines allein auf natürliche Art und Weise erzeugten, elektronisch anmutenden Klangteppichs, der einen zuerst einmal ungläubig verharren („Hä?? Alles echt?“) und dann, ebenso unvermeidlich, mitgrooven lässt. Babys wurden so gezeugt, gestand ein Konzertveranstalter aus dem niederösterreichischen Waldviertel unlängst sein Schicksal vor versammeltem Publikum, so animierend, ja erregend gar war`s für ihn, dem Sound zu lauschen – wenn das kein gutes Omen für uns vom Geburtenrückgang geplagte Westeuropäer ist! Natürlich ist fast, aber nicht alles Gold, was glänzt. Es war ja schon auch ganz schön mühsam, nun eine ganze zweite CD zu produzieren. Personelle Umstrukturierungen, damit einher gehende Eingewöhnungsphasen galt es zu verkraften. Der Druck, noch mal nachzulegen, sich und den zurecht ungeduldigen Fans mindestens ein zweites mal zu zeigen, dass das ja nicht alles gewesen sein kann, lastete nicht ganz unschwer auf den Schultern der Protagonisten – umso erstaunlicher die neue Platte dennoch so ungezwungen daher kommen zu sehen bzw. zu hören. Hörbar gereift und dennoch verspielt, den neuartigen Arrangements im Songwriting viel Raum lassend, ist man versucht Vergleiche heranzuziehen, Einteilungen und die bekannte passende Schublade zu finden. Das kann funktionieren, wird aber schwierig, zu viel passiert in den 60 Minuten der Platte. Noch stärker als auf dem Erstling wird der Live-Charakter und auch die Live-Tauglichkeit vieler der neuen Stücke betont, die experimentierfreudige Herangehensweise im Aufnahmestudio lohnte sich spürbar. „Navigator“, ein stampfender, fast gnadenloser Beattrack und das beinahe orchestrale, trotzdem filigran anmutende „12/8“ könnten zwar gegensätzlicher nicht sein, sind aber genau deshalb Ausdruck der in den letzten Jahren entwickelten Vielseitigkeit des abrufbaren Soundpotentials. Diese neuen Ansätze in der Entwicklung frischen Songmaterials ließen auch mehr Raum als bisher, sich mit politischen Vorgängen auseinanderzusetzen, zu kommentieren und so der Hörerschaft auch auf der Textebene gezielt neues Brainfood zu liefern. Die Ästhetik der Stimme als Brückenschlag zwischen Sound, Herz und Hirn, Bauchklang zeigen auf ihrer zweiten CD „Many People“ vor wie es geht. Die Ambivalenz der Antworten ändert ständig die Frage - nach der Erforschung der Essenz des Vocalgrooves, der uns in Bewegung bringt, aber ebenso inne halten lässt, staunend, lauschend – gespannt darauf, was die Zukunft bringt, deren Bestandteil die nächste, noch unbekannte, bald aber vertraute, Nummer des neuen Bauchklangtonträgers ist. Die Zukunft, sie liegt vor uns, unerreichbar, unabwendbar, nonstop zur unwiederbringlichen Vergangenheit mutierend – „Many People“ ist Teil jenes Soundtracks, der uns diese Tatsache freudig ertragen hilft. Einige der Stationen im Rahmen ihrer bisherigen Tourneen: Transmusicales Festival Rennes/France; Roskilde Festival/Dänemark; Drum Rhythm Festival, Lowlands/Holland; Pukkelpop/Belgien; Sziget/Ungarn; Paleo, Gurtenfestival/Schweiz; Wiesen/Austria; Montreal Jazzfestival/Canada; Arezzo Wave/Itlien, Das Fest/Germany; Les vieilles charrues, Marsatac/France …und viele mehr.

 

All acts on this roster are represented by Solar Penguin worldwide, except (*)

LIVE ACTS
Amos (Sounds Of Subterrania)
Arrested Development (Edel) *
At The Farewell Party
Bauchklang (Klein) *
Bubble Beatz *
Buscemi (Labels) *
Cargo City *
Cats On Fire *
Chromeo (V2) *
Dan Deacon *
Daniel Johnston
!dELAdAP (Chat Chapeau)
De La Soul *
Gasmac Gilmore *
George Clinton *
Gooseflash *
Holiday Fun Club (SoS)
IAMX (Major Rec)
Ipunx
King Automatic *
King Khan & The Shrines (Hazelwood)
The King Khan & BBQ Show (In The Red)
Kosheen PA/DJ-Set (Universal) *
Lapko *
Leningrad Cowboys *
Mardi Gras.BB (Hazelwood)
Mezcaleros
Mo` Horizons (Agogo)
Mon Roe (Roasting House)
My Robot Friend (Soma) *
Pest (Ninja Tune)
Pop Levi (Counter) *
Public Enemy *
Racoon (PIAS)
Reverend's Revenge (Hazelwood)
Rummelsnuff *
Russkaja (Chat Chapeau)
Smokestack Lightnin (Emi) *
Stateless (!K7) *
The Blue Sinners (Motor Digital)
The Fashion *
The Great Bertholinis (Hazelwood)
The Heavy (Counter) *
The Lemonheads *
The Low Frequency in Stereo *
Toni L & Safarisounds (360°)
Underwater Sleeping Society *
Urban Delights (Unique)
Velveteen *


DJs
4 Hero (Talkin' Loud) *
Adam Freeland (Marine Parade) *
Alex Gopher (V2 Music) *
Andy Fletcher (Depeche Mode) *
Aphrodite (Urban Takeover)*
Birdy Nam Nam *
Buscemi (Labels) *
Commix (Metalheadz)
Cyantific (Hospital) *
Dani Siciliano (!K7) *
Danny Byrd (Hospital) *
DJ Cam (Columbia) *
DJ Jazzy Jeff (Various) *
DJ Krush (Sony) *
DJ Marky (Brazil) *
DJ Patife (Brazil)*
DJ Premier (Gang Starr)*
Dub Pistols (Distinctive) *
Dunkelbunt *
Etienne de Crecy (V2) *
Freddy Fresh (Sony) *
Gilles Peterson (Talkin` Loud) *
Goldie (Metalheadz) *
Gooseflash *
Guns´n´Bombs (Kitsune Maison) *
Hacienda (Ministry Of Sound)
Hexstatic (Ninja Tune) *
High Contrast (Hospital) *
Julie Marghilano
Kenny "Dope" Gonzales (MAW) *
Knee Deep (Clubstar)
Kosheen DJs (Universal) *
Llorca (Fcom/Pias) *
Logistics (Hospital) *
"Little" Louie Vega (MAW) *
London Elektricity (Hospital) *
Louis Osbourne (Kingdom Come)
Martin L. Gore (Depeche Mode) *
Masters At Work (MAW) *
Michael Rütten (Compost)
Mickey Finn (Urban Takeover) *
Miguel Migs (Naked Music) *
Mo` Horizons (Agogo)
My Robot Friend (Soma) *
Nu:Tone (Hospital) *
Paco de la Cruz (Brazilectro)
Peter Hook (New Order/Joy Division) *
Plump DJs (Finger Licking) *
Shy FX (Digital Soundboy) *
Smith & Mighty (!K7)
Syncopix (Hospital)
Talvin Singh *
The Buttbrothers
The Freestylers DJs *
The Happy Mondays DJs *
Tomahawk (Hospital)
zero dB (Ninja Tune)*

MCs
J.MC
MC Tali (Full Cycle) *
MC Wrec (Hospital) *
Stamina MC *



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